Aktuelle Beiträge


Frieden muss gestiftet werden

erschienen in TELEPOLIS MAGAZIN 28. März 2022 Das Ende der Gewissheiten ist kein Ende der Orientierung an Normen Der derzeitige Krieg, ...
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Krieg – ein Jahrhundertfehler

Ost-West Egon Bahrs Entspannungspolitik hat lange das Verhältnis zu Russland geprägt. Was ist an ihr noch zeitgemäß? erschienen in der ...
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Eine neue Stunde Null

Die heutigen Drohgebärden Russlands sind das Ergebnis jahrelanger westlicher Demütigungen: Zeit für einen Neuanfang - erschienen in der Freitag 10 ...
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Von einem, der sich immer eingemischt hat. Nachdenken über Stefan Heym

Eine gemeinsame Veranstaltung von Helle Panke e.V. und der Rosa Luxemburg Stiftung 16. Dezember 2021 Geboren 1913, lebte Stefan Heym ...
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Fragt nach der MACHT, emanzipiert euch!

1989/2021 Daniela Dahn-Sarah-Lee Heinrich. Ein Streitgespräch. Erschienen in der Freitag | Nr. 51 | 23. Dezember 2021 ...
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Das Wort „Fluchtursachen“ ist aus dem Vokabular des Westens gestrichen

der Freitag - 18. November 2021 Kühl sagt Heiko Maas, glückloser Außenminister, Deutschland werde diese Menschen nicht aufnehmen. Es scheint ...
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Was ich bei Ungeimpften in meinem Umfeld beobachte

erschienen in Berliner Zeitung 25.10.2021 Es gibt eine neue, diskriminierte und ausgegrenzte Minderheit im Lande. Gerade die öffentlich-rechtlichen Medien erzählen ...
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Revolutionärer Volksentscheid

erschienen in Ossietzky 20/21 Nach nunmehr über 30 Jahren Einheit hat man sich auf beiden Seiten eingerichtet. Wohl niemand will ...
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TAM TAM UND TABU – Die Einheit: Drei Jahrzehnte ohne Bewährung

1990 gilt als das wichtigste Jahr der Nachkriegsgeschichte. Alles scheint gesagt. Die Tabus überdauern. Die renommierte Essayistin und Mitbegründerin des »Demokratischen Aufbruchs« in der DDR Daniela Dahn und der Kognitionsforscher Rainer Mausfeld nehmen sie ins Visier mit einem Blick auf bislang unterschätzte Zusammenhänge.
Daniela Dahn untersucht, wie in atemberaubend kurzer Zeit die öffentliche Meinung mit großem Tamtam in eine Richtung gewendet wurde, die den Interessen des Westens entsprach. Mit ihrer stringenten Zusammenschau reichen Materials aus den Medien wird das offizielle Narrativ über die Wende erschüttert.
Rainer Mausfelds Analyse zeigt die Realität hinter der Rhetorik in einer kapitalistischen Demokratie. Die gemeinschaftlichen Analysen werden in einem grundlegenden Gespräch vertieft und liefern einen schonungslosen Befund des gegenwärtigen Zustands der Demokratie.

 

 

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Der Schnee von gestern ist die Sintflut von heute

Die Einheit – eine Abrechnung

In sieben Büchern hat Daniela Dahn sich mit der Einheit und den Folgen befasst, ein achtes war nicht geplant. Nun hat sie es dennoch geschrieben, denn die Zeiten sind danach: Nach dreißig Jahren Vereinigung ist die innere Spaltung zwischen Ost und West so tief wie eh und je; und es haben sich sogar neue Klüfte aufgetan, die unser Gemeinwesen erschüttern. Sie haben damit zu tun, dass die vermeintlichen Sieger der Geschichte das Erbe der beitrittsgeprüften „Brüder und Schwestern“ komplett ausgeschlagen haben.
Was hat die „friedliche Revolution“ den Menschen in Ost und West also gebracht? Viele Annehmlichkeiten, sicher, so Daniela Dahn, aber revolutioniert wurde nichts.Die Geschichte des Anschlusses der DDR ist eine Geschichte von Demütigungen, einer tätigen Verachtung ihrer Kultur, Literatur, Wirtschaft und sozialen Infrastruktur, die immer weiter fortwirkt. Dagegen steht eine geschichtsvergessene Ignoranz, die das Denken in Alternativen entsorgt hat. Erstmals beschäftigt sich die Autorin auch mit der Frage, wie das Ende des sozialistischen Systems die Welt verändert hat. Die „siegreiche“ Demokratie hat überall an Vertrauen verloren, weil sie von den Eliten, die sie tragen sollen, permanent entwertet wird. Und vor den großen Fluchtbewegungen der letzten Jahre stand die konsequente Weigerung, auch nur ein wenig von dem zurückzugeben, was der „Raubmensch-Kapitalismus“ sich zur Beute gemacht hat. Für das vereinigte Deutschland zeigt Daniela Dahn: Bevor der Rechtsextremismus die Mitte der Gesellschaft erreicht hat, kam er aus der Mitte des Staates. Aus Teilen des Sicherheitsapparates, der Bundeswehr, der Verwaltung.
Eine gemeinsame Erinnerungskultur, die sich beschönigender oder dämonisierender Legenden verweigert, gibt es in Deutschland noch nicht. Was müsste sie berücksichtigen? Daniela Dahn gibt hier, streitbar und kompromisslos wie immer, mehr als nur Anregungen dazu.

Lieferbar ab 17.9.2019

Emanzipiert Euch! 

Daniela Dahn denkt weiter: Es reicht längst nicht mehr, so lautete schon das Credo ihres letzten Buches («Wir sind der Staat!»), bei Banken- und Politikkrisen zu verharren und nach ihren Ursachen zu suchen; es muss auch Konsequenzen geben. Denn Anlass zur Empörung ist zwar genug. Aber welche Schlüsse ziehen wir aus den Befunden von Stéphane Hessel und vielen anderen? Darum geht es in diesem Text: um Bürgerbeteiligung und direkte Demokratie und um die Frage, wie in unserem Land demokratische Strukturen und Prozesse überhaupt noch gerettet werden können.

Es reicht längst nicht mehr, bei Banken- und Politikkrisen zu verharren und nach ihren Ursachen zu suchen; es muss auch Konsequenzen geben.

In einem knappen Bericht zur desolaten Lage der Demokratie in Deutschland und Europa wirft Daniela Dahn Schlaglichter auf die Folgen einer Politik, der das Geschäftsgeheimnis weltumspannender Konzerne allemal mehr gilt als die Privatsphäre ihrer Bürger: Dass also unsere staatliche Souveränität mit dem bevorstehenden TTIP-Abkommen für ein Linsengericht endgültig an die Wirtschaft verkauft wird. Dass an die Selbstheilungskräfte der Märkte und ihre politischen Vollstrecker in West und Ost niemand mehr glaubt. Dass es an neuer Orientierung aber fehlt. So hat etwa der ukrainische Freiheitswille einige Unterströmungen, die den Maidan als Modell zur Rettung der Demokratie jedenfalls untauglich machen.
Emanzipation wovon – Emanzipation wofür?
Im zweiten Teil des Textes geht es um die Frage, was der aktive Bürger tun kann, um der politischen Preisgabe seiner Rechte und dem «Terror der Ökonomie» entgegenzuwirken. Welcher Honig der Freiheit lässt sich zum Beispiel aus Gene Sharps 198 Methoden des gewaltlosen Vorgehens gegen totalitäre Verhältnisse saugen («Von der Diktatur zur Demokratie»)? Und schließlich macht Daniela Dahn einen Vorschlag, der manche überraschen wird: Warum nicht im Gedenken an Weimar, aber diesmal von unten nach oben und mit den Mitteln der digitalen Kommunikation, eine neue europäische Verfassung vorbereiten? – Und zwischenzeitlich vom verteidigungswürdigen Grundgesetz retten, was noch zu retten ist.

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