Ludwig-Börne-Preis

(sda/dpa) Die ostdeutsche Schriftstellerin Daniela Dahn erhält in diesem Jahr den mit 20’000 Euro dotierten Börne-Preis. Die Auszeichnung wird ihr am 6. Juni in der Frankfurter Paulskirche überreicht.
«Daniela Dahn ist eine Kritikerin der Verhältnisse par excellence, sie ist folglich unbequem», schreibt Laudator Jorge Semprún in seiner Begründung, die die Ludwig-Börne-Stiftung am Mittwoch in Frankfurt bekannt gab. «Scharfsinnig im Urteil und unabhängig in der Analyse, gehört Daniela Dahn zu den mutigsten Publizisten dieser Zeit.»
Dahn veröffentlichte Titel wie «Wir bleiben hier oder Wem gehört der Osten» (1994), «Westwärts und nicht vergessen. Vom Unbehagen in der Einheit» (1996) und «Vertreibung ins Paradies. Unzeitgemässe Texte zur Einheit» (1998). Die Schriftstellerin und Journalistin wurde 1949 in Berlin geboren. Sie gehörte zu den Gründern der Bürgerbewegung «Demokratischer Aufbruch».
Der seit 1993 vergebene Preis erinnert an den Schriftsteller und Journalisten Ludwig Börne (1786-1837), der wegen seiner scharfsinnigen Prosa als ein Wegbereiter des politischen Feuilletons gilt. Zu den bisherigen Preisträgern zählen der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, «Spiegel»- Gründer Rudolf Augstein und der Schriftsteller Hans Magnus Enzensberger.

 

 Laudatio von Jorge Semprun anläßlich der Verleihung des Ludwig-Börne-Preises

 Dankesrede zur Verleihung des Ludwig-Börne-Preises

 Jakobinerin des Geistes – Daniela Dahn bekommt den Börne-Preis in der Paulskirche

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